Befestigungstechnik Die Befestigungstechnik ist ein elementarer Grundstein, um verschiedene Bauteile oder Produkte zusammenzuhalten. Eine fehlerhafte Befestigungstechnik schon gab es bei dem Bau von Häusern im 22. Jahrhundert vor der Geburt Christi im alten Babylonien. Laut einer Verordnung waren die Baumeister gefordert, die Häuser der Bürger stabil und sicher zu bauen, was auch mit entsprechenden Befestigungen zu tun hatte. Stürzte ein Haus aufgrund der schlechten Bauweise ein, hatte der Baumeister drastische Strafen zu erwarten. Sollte der Hausbesitzer ums Leben gekommen sein, so wird der Baumeister ebenfalls getötet. Kommt der Sohn beim Hauseinsturz zu Tode, so muss der Sohn des Baumeisters sterben. Verunfallt ein Sklave tödlich, dann ist vom Schuldigen dem Geschädigten neuer Sklave mit ähnlicher Statur zu stellen. Sollten die aufgetretenen Mängel am Haus beseitigt werden können, so geschieht dies auf Kosten des Baumeisters.

Einige Konstrukteure und Baumeister von Objekten in der heutigen Zeit können bei ihrerer schluderhaften Arbeit froh sein, nicht in der damaligen Zeit gelebt zu haben. Diese Menschen wären sehr schnell ruiniert, kämen nur die Foderungen der Ausbesserung zur Anwendung. Zum Glück springen heutzutage Versicherungen in die Presche.

Im Jahr 206 kam es zu dem Einsturz der Eislaufhalle in Bad Reichenhall, wo plötzlich die Dachkonstruktion nach unten krachte. 15 Menschen verloren bei dem Unglück ihr Leben, davon 12 Kinder. Beim Bau wurde ein Leim verwendet, welcher bei Feuchtigkeit seine Wirkung verliert, so das Ergebnis der Untersuchung, wobei die erheblichen Schneemassen auf dem Dach ebenfalls eine Rolle spielten.

Es gibt auch sehr simple Angelegenheiten, wo man von Befestigungstechnik reden kann. Einen Nagel in die Wand schlagen und ein Bild daran aufhängen wäre so ein Beispiel. Es gehört wenig Aufwand und technische Kenntnisse dazu, um diese Tätigkeit zu erledigen.

Eine besondere Befestigungstechnik ist beim Bau Elbbrücke in Loschwitz, auch genannt als Blaues Wunder verwendet worden. 1893 wurde die Brücke für die Öffentlichkeit freigegeben und war eine technische Meisterleistung der damaligen Erbauer. Die riesige Stahlkonstruktion wird mit Tausenden von Nieten zusammengehalten, wie viele es genau sind, kann kein Mensch sagen. Dieses Bauwerk wird bald 120 Jahre alt und noch heute rollen täglich Tausende Fahrzeuge über diese Brücke. Kein Mensch konnte zur Zeit der Pferdewagen vorhersehen, wie groß die Belastung der Brücke einmal sein wird und trotzdem wurde auf die Befestigungstechnik besonders viel Wert gelegt.

Die Befestigungstechnik findet in allen Lagen des Lebens Anwendung. Überall dort, wo etwas zusammengehalten werden muss, ist von Befestigungstechnik die Rede. Die Verbindungen können mit Schrauben, Nägeln oder Leim erfolgen. Es wird nur von trennbaren und nichttrennbaren Verbindungen unterschieden.